Eine Vielzahl nationaler und internationaler Kommissionen und Expertengremien werten  regelmäßig den Stand der Forschung im Bereich elektromagnetischer Felder und ihrer  möglichen Wirkung auf Mensch und Umwelt aus und veröffentlichen zusammenfassende  Berichte und Empfehlungen. Hinzu kommen Studien oder Gutachten mit derselben  Zielsetzung von Einzelexperten oder kleineren Expertengruppen.

Am bekanntesten sind im internationalen Rahmen die "International Commission on Non-Ionising Radiation Protection" (ICNIRP) und in Deutschland die "Strahlenschutzkommission" (SSK). Als kritische Stimme fiel besonders eine internationale Expertengruppe mit  dem Namen "Bioinitiative" seit dem Jahr 2007 auf.

Die Bewertung des Forschungsstands und der hiervon ableitbaren potenziellen Risiken für  Mensch und Umwelt findet auf der Basis verschiedener, in jedem Gremium festgeschriebener  Bewertungsgrundlagen statt. Die Verfahren, die zum Erkenntnisgewinn und für verschiedene  Themenbereiche zu einem Fazit führen, sind unterschiedlich. Die Festlegung der Strahlenschutz-Grenzwerte der meisten Staaten richtet sich nach den Empfehlungen solcher Kommissionen, jedoch nicht einheitlich nach ein und derselben. So kommen verschiedene  Expertengremien zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Bewertung des aktuellen Stands der Forschung und hieraus abzuleitender Risiken oder Nicht-Risiken. Entsprechend gelten die in jedem Staat hoheitlich festgelegten Grenzwerte in den jeweiligen nationalen Grenzen und sind zum Teil Gegenstand laufender Diskussion.