Analytisches Kostenmodell für das Anschlussnetz AKM-AN Version 3.0 – Konsultationsdokument

Am 02. Mai veröffentlichte die Bundesnetzagentur den Konsultationsentwurf zur Weiterentwicklung des Analytischen Kostenmodells Anschlussnetz (AKM-AN). Das Referenzdokument ist als Konsultationsentwurf auf der Website der Bundesnetzagentur verfügbar. Zusammen mit diesem veröffentlichte die BNetzA eine Zusammenstellung gezielter Fragen an die Marktteilnehmer. Die Bundesnetzagentur fordert zur öffentlichen Kommentierung des Entwurfs und Beantwortung der Fragen bis zum 06. Juni 2018 auf. Sie lädt zu einer Informationsveranstaltung am 15. Mai 2018 in Bonn ein. Dort wird das Kostenmodell und seine Weiterentwicklung vorgestellt.

Das Analytische Kostenmodell für das Teilnehmeranschlussnetz dient seit 1998 der Unterstützung der Entgeltermittlung in Beschlusskammerverfahren. Es wird insbesondere für die Bestimmung von Investitionswerten für ein bundesweites effizientes Anschlussnetz verwendet. Neben dem Einsatz für das zentrale Vorleistungsprodukt Teilnehmeranschlussleitung (TAL) findet es auch bei der Kabelverzweiger-TAL (KVz-TAL), dem Zugang zu Kabelkanalanlagen (KKA) und dem Zugang zur unbeschalteten Glasfaser direkt Anwendung. Seine Ergebnisse gehen ferner in die Preisfindung für die auf den Anschlusslinien aufbauenden Produkte wie dem Kabelverzweiger-Alternativprodukt (KVz-AP), den Bitstromprodukten und den Mietleitungen ein.

Entsprechend der Vorgaben der Empfehlung der EU-Kommission "über einheitliche Nichtdiskriminierungsverpflichtungen und Kostenrechnungsmethoden zur Förderung des Wettbewerbs und zur Verbesserung des Umfelds für Breitbandinvestitionen" soll es die Weiterentwicklung des Kostenmodells zur Version 3.0 ermöglichen, teilweise bzw. vollständig aus Glasfaserleitungen bestehende Kommunikationsnetze (NGA) abbildbar zu machen.

Das Dokument steht zum download zur Verfügung.

Dr. Gabriele Kulenkampff
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